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Jakobimarkt lockte tausende Besucher nach Mastholte

26. Juli 2026

Das bunte Treiben mit 80 Marktständen lockte wieder tausende Besucher nach Mastholte.

Der traditionelle zweitägige Jakobimarkt in Mastholte gehört mit seiner fast 400-jährigen Geschichte zu den ältesten Volksfesten in der Region. Auch in diesem Jahr lockten die Händelstände entlang der Lippstädter- und Rietberger Straße wieder tausende Besucher in den südlichsten Zipfel des Kreises Gütersloh. Die rund 80 Händlerstände hatten Haushaltwaren, Kleidung und kulinarische Klassiker zu bieten. Das Rinderwurstessen in den Wirtshäusern und die Kartoffelreibekuchen der Messdiener von St. Jakobus dürfen dabei nicht fehlen.    

Der Mastholter Jakobimarkt wurde von Franz-Josef Johannesmeier (v.l.), Kevin Reschke, Annelen Eickhölter, Gisbert Schnitker und Detlef Hannemann eröffnet.

Die Eröffnung am Dienstagabend nahm mit Detlef Hannemann der stellvertretende Bürgermeister Rietbergs vor. Zusammen mit Ortsvorsteher Gisbert Schnitker, Marktleiter Kevin Reschke und dem Heimatvereinsvorsitzendem Franz-Josef Johannesmeier wurden die zahlreichen Gäste vor dem historischen Heimathaus begrüßt. Das neue Mastholter Schützenkönigspaar Günter und Petra Poll und seine Throngesellschaft waren vor Ort. Der Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus schaute mit seiner Gattin in seinem Heimatort vorbei. Wenn dann der frisch aus dem Ofen gezogene Streuselkuchen gereicht wird, beginnt das zweitägige Treiben offiziell.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Musikverein Mastholte unter der Leitung von Reinhard Hammelbeck. Als Zigeunerball seit Jahrhunderten bekannt, trafen sich die Händler früher in den Gastwirtschaften des Ortes und feierten nach getaner Arbeit. „Diese Kultur darf man ruhig beim Namen nennen, weil es eine gelebte Tradition ist“, sagte Hannemann in seinen Begrüßungsworten und lobte das Engagement der Mastholter. „Der Jakobimarkt lebt auch von seinen ehrenamtlichen Helfern und der Hilfe der Stadtverwaltung Rietberg.“ Die wohl älteste After-Walk-Party Westfalens schloss sich nach dem offiziellen Teil an. In den Gastwirtschaften im Ortskern ging die Open-Air-Party bis in die frühen Morgenstunden.

Das bunter Treiben auf der Verkaufsmeile begann dann am Mittwoch ab 7 Uhr. Rund um die neue Mitte und auf dem Platz vor der Jakobus-Kirche fand der Trödelmarkt statt, der im kommenden Jahr nach Mitteilung des Veranstalters erweitert werden soll, um die Attraktivität des Marktes zu steigern. Die Freiwillige Feuerwehr, das Rote Kreuz, das Ordnungsamt und die Malteser präsentierten sich bei einer Blaulicht-Meile. Der Heimatverein zeigte altes Handwerk aus dem früheren ländlichen Alltagsleben. Wer Lust hatte, konnte sich bei Seiler Albert Buschherm ein Seil nach gewünschter Länge anfertigen lassen. Die passenden Holzschuhe dazu hatte Reinhard Ottensmann, einer der letzten Holzschuhmacher in der Region, im Angebot.

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