Die Erntekrone ist in Mastholte ein wichtiges Symbol des ländlichen Brauchtums zum Erntedankfest. Die Krone wurde in diesem Jahr auf dem landwirtschaftlichen Anwesen von Georg und Helga Lübbert an der Triftstraße gebunden. Die traditionelle Veranstaltung des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes fand in diesem Jahr mit einem neuen Konzept großen Zuspruch. Das Binden übernahmen Ursula Goebel und Sandra Kleinemeier, die fleißigen Helfer aus der Nachbarschaft der Familie Lübbert und weitere Gäste. Nach knapp 90 Minuten war das Gemeinschaftswerk fertig gebunden. Die Messdiener der Jakobus-Gemeinde standen an der Pfanne und versorgten die Besucher mit Kartoffelreibekuchen.
Nach dem Abschluss der Getreideernte wird in Deutschland in den ländlichen Regionen eine Erntekrone gebunden. Seit Jahrzehnten auch im südlichsten Rietberger Stadtteil. Viele kleine Getreidesträußchen wurden per Hand zurechtgeschnitten und mit Wickeldraht dicht an das Gestell gebunden. Die vier Streben der Krone stehen für die vier Jahreszeiten. Im christlichen Kontext symbolisieren sie zudem Hoffnung, Glaube, Sorge und natürlich Dank für die Ernte. Zum Erntedank- und Familiengottesdienst in der St. Jakobus-Kirche wird die Krone am 4. Oktober um 9.30 Uhr feierlich präsentiert. Dann wird auch der Altarraum des Gotteshauses mit Feldfrüchte geschmückt. Diese Aufgabe übernimmt die Nachbarschaft vom Hof Lübbert. Den Segen des Pastoralverbundes Rietberg wird Alexader Plümpe spenden, der sich beim Binden der Krone einen ersten Eindruck verschaffte. Die Ernte ist nach Einschätzung von Georg Lübbert, dem Vorsitzenden des Ortsverbandes, unterschiedlich ausgefallen. Die Getreidearten sind trotz der Hitze noch mit ordentlichen Ergebnissen vom Feld geholt worden. Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben litten unter dem trockenen Sommer. Die niedrigen Erzeugerpreise und die hohen Betriebskosten setzen die Höfe wirtschaftlich unter Druck meinte Lübbert. In Mastholte werden noch zehn Höfe im Vollerwerb und zwanzig im Nebenerwerb betrieben.

